Rot-Buche (Fagus sylvatica)


Die Rot-Buche ist ein Buchengewächs und ein in weiten Teilen Europas verbreiteter,  heimischer Laubbaum. Mit einem Anteil von 15 % ist sie der häufigste Baum in den Wäldern Deutschlands. Sie wird im allgemeinen 30 m hoch (in Ausnahmen auch höher) und kann ein Alter von 300 Jahren erreichen. Der Stammumfang kann über 3 m betragen, ihre Krone ist weit ausladend und kann bis zu 600 m² beschatten. Die Rot-Buche braucht ein feucht-gemäßigtes Klima mit mindestens 650 mm Jahresniederschlag / m² und einer Jahresdurchschnitts-temperatur von über 8 C°. Im Süden Europas kann die Rot-Buche die Baumgrenze (bis 1.800 m) bilden.

Das Holz der Rot-Buche ist sehr hart und wird als Parkett und in der Möbel-industrie aufgrund seiner Biegsamkeit vor allem für einzelne Möbelstücke wie Stühle, Sessel, etc. genutzt. Wegen seines hervorragenden Brennwertes ist es das am häufigsten genutzte Brennholz.

Das Blatt der Rot-Buche ist eiförmig zugespitzt, wird bis zu 10 cm lang und 5 cm breit. Der Blattrand ist leicht wellig und manchmal auch leicht gekerbt. Die Rot-Buche ist ein einhäusiger Baum mit weiblichen und männlichen Blüten auf der gleichen Pflanze. Männliche und weibliche Blüten stehen in Blüten-büscheln zusammen, die recht unscheinbar sind. Männliche Büschel hängen herab, während die durch eine Hülle geschützten weiblichen Blüten aufrecht stehen.

Ihre Früchte, die Bucheckern, sind, obwohl sie vielen Tieren als Nahrung dienen, im rohen Zustand für Menschen leicht giftig.