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07 Dez 2017
Vorstandssitzung
   

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Liebe Dümptener Bürgerinnen,liebe Dümptener Bürger!

Ein sehr ereignisreiches Jahr neigt sich nun dem Ende zu. Sehr wichtige Ereignisse in 2009 wie die Weltwirtschaftskrise, die Europawahlen, die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen sowie die Bundestagswahl haben mehr oder minder unsere Aufmerksamkeit gefordert.

Aber auch in unserem Stadtteil Dümpten haben uns etliche Probleme einer Dauerbeschäftigung unterzogen.

So zum Beispiel waren die Verkehrsführung auf der Mellinghofer Straße immerwährendes Thema, der erforderliche Lärmschutz an der Bundesautobahn A 40, die Renaturierung des Hexbachtals und der Gedenkstein Schildberg Ecke Barbarastraße auf unserer Tagesordnung.

Die in den Vorstandssitzungen geführten Diskussionen und Beratungen sind immer sehr konstruktiv, trotz vielfach unterschiedlicher Meinungen. Aber ein Konsens war vielfach gegeben.

Im Oktober trat leider unser 1. Vorsitzender Carsten Schmidt kurzfristig von seinem Amt zurück. Wir danken ihm für seine geleistete Arbeit im DBV und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft. Die Arbeit wird bis zur nächsten Mitgliederversammlung durch den Vorstand wie bisher weiter geführt.

Dass ehrenamtliche Vorstandsarbeit nicht immer leicht und angenehm ist, sollte jedem klar sein, wird aber leider oft vergessen. Blicken wir also weiter nach vorne und hoffen auf ein gutes Jubiläumsjahr 2010.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010.

Ihr

Norbert Kröhan

(stellv. Vorsitzender)

„Kennen Sie einen Menschen in Ihrer Umgebung, der seit mindestens zwei Jahren regelmäßig ehrenamtlich tätig ist und Ihrer Meinung nach dafür einmal ein besonderes Dankeschön verdient?“ Diese Frage stellte das CBE im September letzten Jahres den Mülheimern und bekam darauf insgesamt 239 Mal die Antwort „Ja“. 

Jeder einzelne Bürger, aber auch Mülheimer Vereine, Verbände und soziale Institutionen waren aufgefordert, besonders engagierte Freiwillige für die Teilnahme an einer Ehrungsveranstaltung vorzuschlagen. Da die Aktion im Rahmen des 200. Geburtstags der Stadt geplant war, sollten aus diesem Anlass auch 200 Ehrenamtliche offiziell geehrt werden. Schließlich aber landeten 239 Anträge auf dem Schreibtisch der Jury. Und diese beschloss letztendlich, alle vorgeschlagenen Personen zu ehren. „Es war einfach unmöglich, den Einsatz der Menschen gegeneinander abzuwägen und die Liste zu reduzieren. Diese Zahl zeigt, dass unsere Stadt enormes Potenzial hat", sagte später Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld in ihrer Dankesrede auf der Veranstaltung. Die Namen aller Ehrengäste wurden im Verlauf des Abends auf die Bühnenwand projiziert.

Im Rahmen eines bunten Festaktes am 5. Dezember 2008 – dem internationalen Tag des Ehrenamts - im Festsaal der Stadthalle erhielten alle freiwillig Engagierten eine Urkunde und die Landesehrenamtskarte von Nordrhein-Westfalen, die damit offiziell in Mülheim an den Start ging. Wer die gold-gelbe Karte besitzt, bekommt landesweit Rabatte bei etlichen kulturellen Veranstaltungen und beteiligten Dienstleistungsunternehmen. Weil diese Auszeichnung an jene geht, die innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens fünf Stunden in der Woche ehrenamtlich engagiert sind, „hat sie höhere Kriterien als die bisherige kommunale Mülheimer Freiwilligen-Karte”, so Lothar Fink, Vorsitzender des CBE, im Interview mit der WDR-Moderatorin Beate Kowollik, die durch den Abend führte. 

Wie es sich für eine richtige Veranstaltung für Ehrenamtliche gehört, wurde die Jubiläumsfeier zum großen Teil von Freiwilligen getragen. Beate Kowollik moderierte ehrenamtlich, zwei Mülheimer Studentinnen präsentierten einen selbst erarbeiteten Kurzfilm über das Ehrenamt in Mülheim. Und im Vorfeld hatte die Druckerei Thierbach bereits die Medien unentgeltlich gedruckt, die zuvor von Louise Fennell ehrenamtlich gestaltet worden waren. Auch die Verpflegung am Abend war zum Teil von der Firma Imhoff gespendet. „Das alles spiegelt die ganze Situation hervorragend wider", sagte Lothar Fink und fügte hinzu: „Was funktioniert schon ohne freiwillige Helfer?” 

Für Unterhaltung war an diesem Freitagabend ebenfalls bestens gesorgt. Für den musikalischen Rahmen sorgten „derCHOR“, der Schülerchor des Karl-Ziegler-Gymnasiums unter der Leitung von Norbert Grothe und die A-cappella-Band "Just4You" mit ihren Interpretationen bekannter Songs. Und auch der Humor sollte nicht zu kurz kommen: Das Kabarettisten-Duo „Fool-Tool“ nahm das Thema „Freiwilliges Engagement“ und auch manchen Gast des Abends aufs Korn und sorgte für Stimmung im Saal.

Von „eine runde Sache“ bis „köstlich amüsiert“ reichte das Lob, als sich die Veranstaltung dem Ende neigte. Und auch zahlreiche Anrufe und E-Mails, die in den folgenden Tagen beim CBE eintrafen, drückten ein „herzliches Dankeschön für den schönen Abend“ aus.

Andrea Hankeln

Im Süden Portugals gelegen bietet die Algarve kilometerlange, flache Sandstrände im Osten, Felsen und feinsandige Buchten an der Felsalgarve sowie Steilküste und Naturstrände an der Westküste. 54 dieser Strände tragen derzeit das Gütesiegel Blaue Flagge.

Die Ostalgarve wird der Küstenabschnitt zwischen der spanischen Grenze und Faro genannt

und bietet Robinson – Feeling : Feine Sandstrände und paradiesische Ruhe. Nicht nur aus diesen Gründen eröffnete dort im Sommer 2008 der gleichnamige Club Robinson Quinta da Ria. Ein weiterer sind sicherlich die zwei benachbarten Golfplätze.

Die meisten Reisenden nutzen in Faro leider nur den Flughafen für ihre An – und Abreise und verpassen dadurch eine wunderschöne Altstadt mit echtem portugiesischen Leben.

An der Felsalgarve findet man bekannte Ferienorte wie Carvoeiro, Albufeira, Lagos etc.

Feine Sandstrände kombiniert mit Felsformationen in verschiedenen Farbschattierungenbieten ein einzigartiges Bild und immer wieder schöne Fotomotive.

Der frühere Fischerort Albufeira ist das touristische Zentrum der Algarve (mit allen  Nebenerscheinungen) und auch die Nummer eins in Sachen Nachtleben. Am „Albufeira Strip“ reihen sich Bars und Restaurants aller Art aneinander.

Lagos, auch die weiße Stadt am Meer genannt, ist die heimliche Hauptstadt. Die Stadtmauer, die Festung, die Santo Antonio Kirche und der alte Sklavenmarkt erinnern an die Zeit Heinrich des Seefahrers, der hier seine Schiffe fertigen ließ. Sein Denkmal ist dort zu besichtigen.

Die Westalgarve mit einem der bekanntesten Orte, Sagres, reicht bis zum „Ende der Welt“ wie die Menschen im Mittelalter das Cabo de Sao Vicente nannten, Europas südwestlichen Zipfel. Aus diesem Grund gibt es dort auch den berühmten Imbiss-Stand mit der „letzten Bratwurst vor Amerika“. Ein Muss für jeden Besucher, der beim Kauf und Verzehr der Bratwurst auch ein Zertifikat darüber als Urlaubserinnerung erhält. Wer dort hinfährt, sollte auf jeden Fall auch im Sommer eine Jacke mitnehmen, um sich gegen den ständig tosenden Wind zu schützen.

Es muss aber nicht immer Meer sein: Auch das Hinterland der Algarve lohnt sich für Erkundungen und Ausflüge. Loule, Silves und die Serra de Monchique sind nur einige der vielen möglichen interessanten Ziele. 

Das Klima ist das ganze Jahr über angenehm. Im Sommer sind die Temperaturen wegen der Atlantikbrise gut auszuhalten und im Winter ist es auch meist frühlingshaft. Für Golfer ist die Algarve deshalb auch zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ziel mit ihren erstklassigen, zahlreichen Golfplätzen und durch die meist hohen Handicap – Anforderungen wird sie besonders von Fortgeschrittenen bevorzugt.

Es gibt Unterkünfte aller Art: Luxushotels, Familienclubs, Ferienhäuser und Privatunterkünfte sowie die berühmten Pousadas.  An der Algarve kann jeder Urlaub nach seinem Geschmack machen und die portugiesische Gastfreundschaft geniessen.  Bom dia!

 

Marion Spree

Eine Siedlung hat Geburtstag

Vor genau 50 Jahren zogen die ersten Häuslebauer in ihr neues Domizil am Damaschkeweg. Hugo Hemb zog mit seinen Eltern vor einem halben Jahrhundert auf den Damaschkeweg. Er erinnert sich.

Ich war siebzehn, als ich von Bottrop nach Mülheim-Dümpten in den Damaschkeweg zog. Und ehrlich gesagt, wenn mich damals jemand gefragt hätte, wo Mülheim liegt, ich hätte erst in den Atlas schauen müssen. Oberhausen und Essen, ja, das waren Bottrops Nachbarstädte – aber Mülheim? Das lag viel zu weit weg.

Nun aber wohnte ich hier in dieser Stadt, in diesem Stadtteil, in dem ich mich jetzt „sauwohl“ fühle. Die Nachbarn sind nett, überhaupt die ganzen Leute hier auf dem Damaschkeweg! Aber damals? Unsere Häuserreihe, die Stichstraße Damaschkeweg 25 bis 35, waren die letzten bezugsfertigen Häuser damals, vor 50 Jahren. Die übrigen Neubauten auf den „Neuen Damaschkeweg“ standen noch gar nicht oder wenn, dann höchsten im Rohbau.

Hier habe ich mein erstes Geld verdient, als Ferienarbeiter. Ich habe nämlich beim Terrassenverlegen der bereits errichteten Häuser mitgewirkt. Für 0,75 DM Stundenlohn, was damals für einen 17jähirgen Schüler sehr viel Geld war. 0,75 m mal 0,50 m, 0.50 m mal 0.50 m und o.50 m mal 0.25 m waren die Gussbetonplatten groß, die wir zu verlegen hatten. Und immer hatten wir den Vorarbeiter im Nacken, der ein Auge darauf hatte, dass ja keine Kreuzfuge verlegt wurde. Unser Materiallager lag übrigens dort, wo sich heute der Tennisverein mit Plätzen und Halle an der unteren Nikolaus-Ehlen-Straße befindet. Damals stand dort eine alte Gärtnerei, aus deren verwaisten Gebäuden wir Zement, Kalk und andere Materialien, die wir benötigten, mit der Schubkarre den leichten Berg der Straße An der Halde hinaufkarren mussten.

Auch das Gartengelände, das zu jedem Reihenhaus gehört, war noch die reinste Wildnis, zum Teil vollgeschüttet mit Bauschutt. Wir hatten damals Glück, denn genau hinter unserem Haus gab es einen riesigen Berg aus Mutterboden. Welch eine „Maloche“, zwei Spaten tief den Schrottboden auskoffern und mit Mutterboden wieder auffüllen. Gut, dass Großvater mithalf!

Und Einkaufsmöglichkeiten? Die gab es natürlich auch. Dort, wo sich heute der EDEKA-Markt Paschmann befindet, gab es damals auf der Ecke Oberheidstraße/An der Halde einen „Tante-Emma-Laden“ und da, wo heute die Reinigung Hütter zu finden ist, befand sich vor 50 Jahren ein kleiner Rewe-Markt, allerdings auch noch im „Tante-Emma-Format“. Wo heute der Plus-Markt steht, war früher der Dümptener Kirmesplatz.

Und die übrige Infrastruktur? Die Straßenbahn fuhr bereits die Denkhauser Höfe hinauf. Die Bus-Linie 124 verkehrte nur bis zum Heidkamp. Es gab die Autobahn A 40 noch nicht, das war damals noch die Bundesstraße 60. Die machte bei weitem nicht solch einen Lärm wie heute die Autobahn. Und der kleine Sellerbeckpark existierte auch noch nicht. Das Tal war etwas tiefer als heute. Wir Kinder konnten dort im Winter noch richtig mit dem Schlitten fahren.

Und die Nachbarn! Man kennt sich auf dem Damaschkeweg. Es gibt eine Siedlergemeinschaft, die alle zwei Jahre ein Siedlerfest durchführt, an dem fast alle Bewohner der Straße und der Straßen An der Halde, Froschheide, Unkenweg und Salamanderweg teilnehmen. Und auch außerhalb des zwei Jahre Turnus setzen sich Nachbarn zusammen und Grillen oder machen einen Glühweinabend.

Es hat sich viel getan während der vergangenen 50 Jahre in Dümpten und besonders am Damaschkeweg. Wenn ich, wie eingangs erwähnt vor einem halben Jahrhundert noch nie etwas von Mülheim an der Ruhr, geschweige denn von Dümpten, etwas gehört hatte, so möchte ich heute Mülheims nördlichsten Stadtteil nicht mehr missen. Er ist in den letzten 50 Jahren meine Heimat, mein Zuhause geworden.

Nach dem ehemaligen Vorsitzenden des Dümptener Bürgervereins Dirk Holger Hübner wurde jetzt ein weiteres Mitglied des Bürgervereins von der Stadt Mülheim für seine Ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet. Hugo Hemb erhielt von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld die Ehrenkarte des Landes NRW.

Die letzte Veranstaltung zu den Feierlichkeiten des 200jähirgen Stadtjubiläums stand ganz im Zeichen der ehrenamtlich Tätigen. „200 Jahre – 200 Menschen“ unter diesem Motto würdigte die Stadt Mülheim und das Land NRW die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger in der Stadt am Fluss.

Hugo Hemb war viele Jahre lang im Vorstand des Dümptener Bürgervereins tätig. Er war Beisitzer, stellvertretender Schriftführer, Schriftführer und zuletzt Geschäftsführer des Vereins. Als exzellenter Kenner seines Stadtteils führte er Gruppen auf Wanderungen durch Dümpten, auf seine Initiative wurden drei Wanderwege in Dümpten offiziell ausgewiesen. Hugo Hemb ist Gründer der Wandergruppe im Dümptener Bürgerverein, die er fünf Jahre lang leitete. Bekannt ist der studierte Historiker und gelernte Redakteur auch durch zahlreiche Vorträge, die er bereits im Bürgerverein gehalten hat, z. B. zum Thema Bergbau in Dümpten oder Öffentlicher Personennahverkehr. Er organisierte Ausflugsfahrten und war maßgeblich an der Herausgabe der beiden Dümptener Bilderbogen beteiligt. Heute ist Hugo Hemb als Leiter der Redaktion für die Vereinszeitschrift „Unser Dümpten“ verantwortlich. Damit aber noch nicht genug, Hugo Hemb ist auch in anderen Vereinigungen ehrenamtlich tätig, so ist er Kreisvorstandsmitglied im VdK Mülheim, wo er auch für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet, und er ist Mitglied in der Redaktion des Gemeindebriefes der evangelischen Kirchengemeinde in Dümpten. Mit der jetzt durch die Oberbürgermeisterin überreichte Ehrenkarte des Landes NRW ist der Inhaber berechtigt, kostenlos oder vergünstigt zahlreiche öffentliche und private Einrichtungen in der Stadt aber auch in vielen anderen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zu nutzen. Der Bürgerverein gratuliert Hugo Hemb recht herzlich.