Unser Bürgerbaum  

   

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Zerstörung der Umzäunung
 
Der TV Einigkeit 06 hat in Eigenregie vor 6 Jahren ein Beachvolleyballfeld am Wenderfeld gebaut. Es trainieren hier in erster Linie die Mannschaften des eigenen Vereins, und es werden Wettkämpfe durchgeführt. Die Anlage ist aber auch offen für die Schulen, um ihre Turniere und Meisterschaften auszurichten.
 
Im vergangenen Jahr ist der völlig mutwillig demolierte Maschenzaun durch ein stabiles Eisengitter ersetzt worden, selbstverständlich wieder von den Spielern selber errichtet. Seitdem wird nächtlich randaliert und zahlreiche der ¸über 2,20 m großen Eisenstangen mit besonderem Werkzeug heraus gebrochen. Damit ist das Beachvolleyballfeld für alle Demolierereien zugängig. Es werden nicht nur Müll, Scherben und Abfälle dort hingeworfen, sondern auch im Sand vergraben.
 
Da Beachvolleyball barfuss gespielt wird, sind selbst bei täglichem Reinigen und Harken des Geländes die Spieler schweren Verletzungen ausgesetzt.
 
Der TV Einigkeit 06 hat eine Strafanzeige bei der Polizei aufgegeben und bittet die Anwohner um Mithilfe zur Ergreifung der Täter. Eine Belohnung ist ausgesetzt.
 
Heidi Brammer

(1. Vorsitzende)

Endlich ist es soweit. Die große Fläche der ehemaligen Müllabfuhr wird bebaut. Entstehen wird ein Fachmarkt- und Stadtteilzentrum. Damit entwickelt sich Mülheims nördlichster Stadtteil zusammen mit den schon bestehenden Geschäften immer mehr zur "Einkaufsstadt".
 
Hell, mit viel Glasflächen im unteren, Aluminiumbändern im oberen Bereich und abgerundeten Fassadenkanten hat das Architekturbüro RKW aus Düsseldorf die Gebäude geplant. Eine indirekte Beleuchtung soll den Komplex homogen ausleuchten. Die Verkaufsfläche soll insgesamt 12 000 Quadratmeter betragen. Das Konzept stammt von den Investorenteam Hoffmeister/Scheibel/HBB (Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH aus Lübeck). Der Sitz der Gesellschaft wird zukünftig in Mülheim sein. Die Planer schätzen das Investitionsvolumen auf 40 bis 45 Millionen Euro. 300 bis 400 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sowohl in Voll- wie auch in Teilzeit sollen geschaffen werden.
Der sich in Richtung Mannesmannallee orientierte Baukörper steht zum Teil auf Betonstü¸tzen. Somit bietet er ebenerdig Platz für Autos. Hier sollen SB-Warenhaus und Shops sowie Fachmärkte Platz finden. Das quer dazu stehende zweite, kleinere Gebäude richtet sich zu Mellinghofer Strafle aus. In dem zweigeschossigen, auf dem Boden stehenden Bau ist Raum für Büros, Läden sowie für ein Ärztehaus. Auch eine Diskothek mit mehreren Themenschwerpunkten und einer Gesamtgröße von bis zu 1 300 Quadratmetern kann hier einziehen. Die Freiflächen davor werden begrünt. Auf dem Dach stehen weitere Parkplätze zur Verfügung. Insgesamt gibt es 700 Stellplätze. Sowohl Anlieferer als auch Kunden erreichen ihr Ziel über den Heifeskamp und eine Erschließungsstraße.
Ein SB-Warenhaus der Firma Marktkauf (eine hundertprozentige Tochter von Edeka) mit 5 000 Quadratmetern bildet den Kern des neuen Einkaufszentrums. Es werden zu zwei Dritteln Lebensmittel und zu einem Drittel andere Produkte angeboten. Auflerdem sollen Fachmärkte mit maximal 6000 Quadratmetern Verkaufsfläche hier ein neues Zuhause finden. Das Angebot wird Schuhe, wertvolle Textilien (2000 Quadratmetern), Sport (1800 Quadratmetern)), Teppiche/Möbel, Büro, Zoo/Tierfutter und Babyartikel umfassen. Dazu soll ein Discounter aus der näheren Umgebung Interesse gezeigt haben, in diesen Komplex umziehen zu wollen.
Vorgesehen sind noch kleinere Ladeneinheiten, die zusammen 800 Quadratmeter umfassen, und in erster Linie der Nahversorgung dienen. Beispiele: Lotto-Toto, Blumen, Buchhandlung, Bäcker, Restaurant, Apotheke, Bankschalter, Reisebüro.
 
Nachdem der Mietvertrag mit dem Ankermieter Marktkauf abgeschlossen worden ist, laufen im Augenblick die Arbeiten am Bauantrag auf Hochtouren. Etliche Fachplaner sind beauftragt, die ihre Stellungnahmen zu den neuralgischen Themen Lärm, Verkehr etc. in Abstimmung mit der Bauplanung erarbeiten. Der Bauantrag wird in den nächsten 6 bis 8 Wochen eingereicht werden. Nach der Genehmigung des Bauantrages rechnen wir bei reibungslosem Verlauf mit einer Bauzeit von zwischen 12 und 14 Monaten. Die Eröffnung des neuen Fachmarktzenters ist somit für Mitte November 2007 vorgesehen.
 
Lange bevor der erste Spatenstich für das neue Fachmarktzentrum am Heifeskamp getan wird, regen sich die Stimmen, die gegen das neue, für Dümpten so wichtige Zentrum sind. „Die City verwelkt“, so titelte unlängst eine Mülheimer Tageszeitung. Kaufkraft werde aus der Innenstadt abgezogen. Die Frage muss erlaubt sein, welche Kaufkraft hat denn die Mülheimer Innenstadt überhaupt? Liegt sie in den mehr als zahlreichen „Ein-Euro-Shops“ oder in den Mobilfunk-Filialen oder in den Dogeriemärkten? Wer shoppen oder sich neu einkleiden will, der fährt überall hin, nur nicht in die Mülheimer City, weil hier die Möglichkeiten – sagen wir’s mal positiv – mehr als begrenzt sind. Was soll da also noch „verwelken“?
 
Um bei der „Gärtnersprache“ zu bleiben: Der Boden muss umgegraben, kräftig gedüngt und neu bestellt werden. Aber offensichtlich fehlt in Mülheim ein sachkundiger Gärtner. Wer aber schon keinen eigenen Pflanzensamen hat, sollte in ein gutes Gartencenter gehen, und sich fertige Pflanzen kaufen, will sagen, eine Besichtigungstour in andere Städte tut manchmal Wunder.
 
Da wäre zum Beispiel Bottrop. Lohnend ist ein Besuch am Mittwoch oder Samstag. Gleichzeitig könnte dann nämlich in Erfahrung gebracht werden, wie ein gut bestückter Wochenmarkt aussieht. Averdonk-Zentrum und Innenstadt geben dann gute Beispiele für die Angebotsauswahl in der City. Zugegeben, auch hier stehen einige Ladenlokale leer, aber der Bürger findet ein breites Warenangebot, trotz externer Einkaufszentren, beispielsweise im Stadtteil Boy, wo das Gelände der ehemaligen Ruhröl und Zeche Welheim neu bebaut wurden.
Oder da wäre zum Beispiel das niederrheinische Moers (auch hier Besuch mittwochs oder samstags wegen des Wochenmarktes). Moers bietet gleich zwei City-Einkaufszentren alla Forum praktisch neben einander. Ein Gang durch die Steinstraße und die angrenzenden Gassen bietet Anschauungsunterricht für die Symbiose eines attraktiven individuellen Geschäftsangebotes und Gastronomie. Die Homberger Straße ist außerdem ein Lehrbeispiel für Geschäfts- und Verkehrsstraße. Und es sage keiner, beide Städte lägen eine Weltreise vom großen Einkaufszentrum in Oberhausen entfernt!
 
Fazit: Mülheim braucht den „Tiger in den Tank“. Nicht Jammern bringt die Stadt an der Ruhr weiter, sondern Anpacken. Wie heißt es in der Werbung eines großen Baumarktes: „Geht nicht, gibt’s nicht!“, ein Slogan, der auch für die Verantwortlichen in Mülheim Gültigkeit hat. Zwar sind die Dümptener Einzelhändler verunsichert, weil Gutachter 30 v. H. Einbußen prognostizierten. Dass jedoch auch Vorhersagen nicht immer richtig sein müssen, hat die letzte Bundestagswahl eindeutig bewiesen. Und: Es ist noch nichts so heiß gegessen worden, wie es gekocht wurde. Der Entschluss von Herrn Gföller, den umsatzträchtigen  EDEKA-Markt an der Oberheidstraße weiter zu betreiben, auch wenn Mitinhaber Paschmann anderer Meinung ist, weist in genau die richtige Richtung. Fest steht, dass die hoch verschuldete Stadt – ich hätte beinahe gesagt – jeden Cent braucht. Und warum soll der nicht aus Dümpten ins Stadtsäckel fließen. Wie schon gesagt, „Jammern bringt uns nicht weiter“.Es gibt noch viel für Mülheim zu tun. Packen wir’s endlich an.
 
Hugo Hemb
Nach Jahren mit roten Zahlen läuft bei der MEG die Konsolidierung. Seit November 2005 schreibt man positive Ergebnisse. Bis 2014 sollen die Verluste der Vergangenheit gedeckt sein. Um das zu erreichen, haben die Geschäftsführer Gerd Bultmann und Jürgen Jeppel dem Unternehmen einen konsequenten Sparkurs verordnet.
 
Ab September werden die Altpapiercontainer im Stadtgebiet ausgetauscht durch so genannte Überkopfladerbehälter. Dabei handelt es sich um großvolumige Depotcontainer, die durch einen Einwurf-Schlitz zu befüllen sind. Vorteilhaft ist die Volumenerhöhung von 30 – 50 % und die damit verbundene Verbesserung der Sauberkeit der Standorte. Hinzu kommt die Optimierung des Personaleinsatzes. Die Überkopfladerbehälter können von einem Mitarbeiter geleert werden.
Weitere Optimierungsmaßnahmen wurden am Standort Pilgerstraße eingeleitet. Die verschlankte Verwaltung konnte durch Maßnahmen zur besseren Ausnutzung der vorhandenen Infrastruktur die zweite Etage des Verwaltungsgebäudes komplett leerziehen. Mittlerweile wurde dieser Büroraum an eine REMONDIS-Tochter vermietet.
 
Die Vergärungsanlage hatte in der Vergangenheit große Verluste gemacht. Aber auch hier befindet sich die MEG auf dem richtigen Weg. Mit einem Gemisch von Biomüll aus Haushalten und Gewerbe läuft die Anlage optimal. Dabei muss der angelieferte Abfall einen hohen Energieanteil haben, biologisch leicht abbaubar sein, einen geringen Störstoffanteil und was ganz wichtig ist, eine konstante Zusammensetzung haben, da die Entsorgungskosten und die Stromerlöse abhängig sind von der Zusammensetzung des angelieferten Abfalls. Die erzeugte Energie wird zur Eigenversorgung des Betriebs genutzt.
 
Das Sonderabfallzwischenlager wurde an die REMONDIS Industrie Service, einem Tochterunternehmen des privaten 49 %-Partners REMONDIS, vermietet. Damit wird Mülheim zum zentralen Standort für die haushaltsnahe Schadstoffsammlung.
Als neuer Service hat der Recyclinghof der MEG geänderte Öffnungszeiten. Neuerdings öffnet dieser jeden Dienstag in der Zeit von 12.00 bis 19.00 Uhr. Somit wird es auch Berufstätigen ermöglicht, Abfälle ohne Zeitdruck anzuliefern. Montags, mittwochs, donnerstags und freitags ist der Recyclinghof in der Zeit von 08.00 bis 14.00 Uhr und jeden 1. Samstag im Monat zwischen 09.00 und 14.00 Uhr geöffnet.

 
Tanja Krüger
Carsten Schmidt neuer Vorsitzender
 
Carsten Schmidt, bisher Schatzmeister, wurde von der diesjährigen Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden des Dümptener Bürgervereins gewählt. Der 42jährige folgt Dirk Holger Hübner (60), der nach 13 Jahren den Vorsitz abgab.
 
Dreizehn Jahre hat Dirk Holger Hübner als Vorsitzender die Geschicke des Dümptener Bürgervereins geleitet. Doch bereits lange vorher schnupperte er die Luft der Vorstandsarbeit. Seit 1980 im Vorstand wurde er nach dem Rücktritt von Klaus Marcus Übber zunächst zum kommissarischen Geschäftsführer des Bürgervereins berufen. Zwei Jahre später, bei den Vorstands-Neuwahlen bestätigten ihn die Mitglieder in diesem Amt.
 
Als Geschäftsführer konnte Dirk Holger Hübner zeigen, was in ihm steckt, Vorbildlicher und unermüdlicher Einsatz für die Belange Dümptens prägte schon damals seine Arbeit. So war es eigentlich eine logische Konsequenz, dass er im Januar 1993 bei den Vorstandsneuwahlen zum Vorsitzenden des Bürgervereins gewählt wurde.
Bis auf den letzten Tag hat sich Hübner mit viel Herzblut für die Belange unseres Stadtteils und seiner Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Auf die Frage, was das Wichtigste sei, was der Dümptener Bürgerverein unter seiner Führung erreicht habe, nannte Dirk Holger Hübner viele Dinge, besonders aber die Verlegung der Schadstoffannahmestelle vom Heifeskamp auf das Mannesmanngelände sowie den Bau der Umgehungsstraße. Gleichzeitig betonte er, dass ihm diese Erfolge nicht allein zugeschrieben werden könnten. Der Erfolg habe schließlich viele Väter gehabt. Das mag zwar stimmen, aber, seinem beharrlichen Nachhaken, seinem beständigen Bohren und keine Ruhe geben ist es zu verdanken, dass diese beiden Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnten.
 Wer sich mehr als 13 Jahre ehrenamtlich für das Wohl unseres Stadtteils und seiner Bewohner einsetzt, kann dies nur, wenn er dafür die volle Rückendeckung der Familie hat. Über 13 Jahre lang haben seine Frau Christel und seine beiden Töchter Dirk Holger Hübner den Rückenfrei gehalten, haben den Akku wieder aufgeladen, wenn er leer war, haben zu ihm gehalten, auch wenn sei nur wenig von ihm hatten. Dafür gilt insbesondere seiner Ehefrau Christel ein herzliches Dankeschön.
Beruf, Bürgerverein und kommunalpolitisches Engagement zerrten zuletzt an den Kräften Hübners. Die Gesundheit spielte nicht mehr so mit, wie er es sich gerne gewünscht hätte. Es war an der Zeit, kürzer zu treten. Dirk Holger Hübner hat den Vereinsvorsitz in die Hände von Carsten Schmidt gelegt, um nur noch als Beisitzer zu arbeiten. Dirk Holger Hübner zieht sich in die zweite Reihe zurück, was aber nicht heißt, dass er zum Hinterbänkler wird. Vor allem will er sich zusammen mit Hugo Hemb um die Vereinszeitschrift „Unser Dümpten“ kümmern, eine Arbeit, auf die sich beide freuen.
 
Die Kölner würden sagen: „Jong, du hess dine Sache jut gemaht!“ Ein Satz, dem wohl alle Dümptener zustimmen können.
 
Dem neuen Vorsitzenden Carsten Schmidtstehen zur Seite: Norbert Kröhan (stellv. Vorsitzender) und Klaus Schulte (Schatzmeister). Als Beisitzer wurden gewählt Dirk Holger Hübner und Hartwig Pietsch.
 
Als Dankeschön schenkten die Vereins- und Vorstandsmitglieder ihrem scheidenden Steuermann ein Dümpten-Bild des Mülheimer Künstlers Klaus D. Schiemann.