Unser Bürgerbaum  

   

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Ansprache der Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr Frau Dagmar Mühlenfeld anlässlich der Einweihung des dritten Bauabschnittes der Umgehungsstraße - der Mannesmannallee - in Dümpten am 19. März 2004.

Meine sehr geehrten Herren und Damen! "Mülheim an der Ruhr baut Zukunft " Neue Dimension Dümpten" unter diesem Motto steht mit Recht die größte Straßenbaumaßnahme dieses Jahrzehntes in unserer Stadt.

Wir haben uns hier zur Freigabe des 3. Bauabschnittes - zwischen Schultenhofstraße und südlicher Autobahnanschlussstelle der A 40 / Ausfahrt Dümpten - eingefunden.

Ich danke Ihnen, dass Sie meine Einladung zur heutigen Veranstaltung angenommen und eine Teilnahme ermöglicht haben. Die gesamte Baumaßnahme der Umgehungsstraße begann - so möchte ich in Erinnerung rufen - mit dem 1. Spatenstich am 25. Juni 2001. Seither wurden viel Arbeit, Kraft und Geld eingesetzt, um den Stadtteil Dümpten entscheidend positiv zu verändern. Von Anfang an gefördert wird die Umgehungsstraße mit beträchtlichen Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen, wofür ich an dieser Stelle sehr herzlich danke.

Das vorhandene Stadtteilzentrum Dümpten, das sich hauptsächlich an der Mellinghofer Straße und deren Seitenstraßen gebildet hat, wird vom Verkehr entlastet, der dort künftig vermieden wird. So werden für die dortigen Händler, Dienstleister und Gastronomen die Rahmenbedingungen entscheidend verbessert - und auch das Umfeld für alle, die dort wohnen.

Mit der Umgehungsstraße wird erreicht, dass Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten noch schneller und direkter zu den vorhandenen und noch anzusiedelnden Unternehmen kommen.

Umwege werden vermieden - was die Straßen freier und die Fahrer froher macht. Damit wird ein zusätzlicher Standortvorteil für neue Unternehmen geschaffen... ...im Bereich des (großflächigen) Einzelhandels am Heifeskamp genauso wie auf den Flächen des Mannesmannbereiches, die wir unter dem Kürzel "SMH" kennen. Entlang der schon fertiggestellten Straßenabschnitte weisen Hinweisschilder auf Flächen für neu weiter anzusiedelnde Unternehmen hin. Sie profitieren dann ebenfalls von besseren Bedingungen.

Und angesichts der konkreten und zielführenden Diskussionen über neue Gewerbeansiedlungen hier am Heifeskamp ist es sicher ein wichtiges Argument, dass Kunden und vor allem Anlieferer mit schweren LKWs nur einen "Katzensprung" von der A 40 zu ihrem Ziel brauchen. Das gilt auch für den Bereich der SMH und des Siemens-Technoparks.

Ziel ist - und das gilt über diese wichtige Baumaßnahme hinaus - die Angebotsvielfalt zu fördern und vor allem verbesserte Grundlagen für die neuen Arbeitsplätze zu schaffen. In dem Namen "Mannesmannallee" lebt der Name eines wichtigen Mülheimer Traditionsunternehmens fort.

Über die Jahrzehnte war Mannesmann ein positives Synonym für "Made in Germany". Röhren aus Mülheim führten bis an den Ural. Wenn auch der Name nicht mehr über den Werkstoren steht, ist doch positiv anzumerken, dass sich auf dem Gelände weiterhin wichtige Entwicklungen für die Stärkung der Mülheimer Wirtschaft vollziehen. Noch eine Bemerkung zu einem weiteren Unternehmen, dass von der neuen Verbindung ebenfalls Vorteile hat - zur Metro.

Auch von ihm gingen wichtige Impulse zur Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik aus. Hier schuf Otto Beisheim - nach einer Lehre und weiterer Beschäftigung in einem Mülheimer Unternehmen (Stöcker & Reinshagen) - den ersten "cash and carry-Markt" Deutschlands.

Hier legte er den Grundstein für einen heute weltweit agierenden Handelskonzern... ...einen "global player made in Mülheim". Nachdem ich jetzt so viel zur Wirtschaft gesagt habe, möchte ich mich nunmehr den Menschen hier im "Königreich", den Dümptenern und Dümptenerinnen zuwenden. "Wir im Königreich" nennt sich nicht umsonst die hiesige Werbegemeinschaft - die Dümptener sind also sehr stolz auf ihren Stadtteil... ...sie bringen dies sehr selbstbewusst zum Ausdruck... ...und sie engagieren sich dankenswerterweise in ihm und für ihn.

Sie tun dies (u.a.) im "Dümptener Bürgerverein", im "Verein Lebenswertes Wohnen" oder in der "BBD", für die Bürgerbegegnungsstätte Bürgermeisteramt Dümpten, um nur einige der Dümptener Vereine zu nennen.

Wenn ich mit diesem Hinweis auch ein wenig von meinem Thema abgekommen bin, so ist mir doch wichtig, dies hier mitten in Dümpten und mitten unter Dümptenern gerne und mit Anerkennung für dieses besondere Engagement festzustellen.

Und damit verbinden will ich einen Dank an die Bürgerinnen und Bürger hier "vor Ort" für die Geduld, mit der sie zeitweilige Umwege und Behinderungen durch die Bauarbeiten ertragen haben.

Zum Schluss noch einige Fakten und Termine zu dieser Baumaßnahme: Der dritte Bauabschnitt mit rund 400 Metern Länge, den freizugeben ich sogleich die besondere Freude habe, ist der vorletzte bis zur Fertigstellung der Umgehungsstraße Dümpten insgesamt.

Ein großer und wichtiger Teil der Straße ist ja bereits fertig. Begonnen wurde dieser Abschnitt im Dezember 2002. Fast wie vorgesehen ist er nach ca. 15 Monaten nunmehr fertiggestellt.

Die Gesamtkosten (Grunderwerb, Entschädigung und Baukosten) des insgesamt teuersten Abschnittes der Umgehungssstraße Dümpten belaufen sich auf rund 4,8 Mio. Euro. Davon tragen Bund und Land rund 3,3 Mio. Euro und die Stadt 1,5 Mio. Euro. Der kommende letzte Bauabschnitt wird den Ausbau der Mellinghofer Straße zwischen Denkhauser Höfe, Zechenbahn und Mannesmannallee umfassen.

Nach europaweiter Ausschreibung ist die Vergabe im Planungsausschuss am 27. April vorgesehen und der Baubeginn für den 1. Juni 2004 geplant. Ich wünsche und hoffe, dass auch dieser Bauabschnitt so gut und erfolgreich bewältigt werden kann wie die Arbeiten bisher.

Damit verbinde ich einen Dank an Planer, Bauleiter, Unternehmer und vor allem an die Arbeiter, die hier bei jedem Wetter Gutes geschaffen haben.

Wenn dann Anfang 2006 der vierte und letzte Bauabschnitt fertiggestellt sein wird, sind mit 1.750 neuen Metern für Dümpten neue Entwicklungsmöglichkeiten für den Stadtteil und darüber hinaus für unsere Stadt Mülheim an der Ruhr geschafften worden. >br> Ich wünsche uns allen auf diesem Wege dahin weiterhin viel Erfolg und ein herzliches Glückauf!"

Alles in allem sind wir sehr zufrieden, dass auch der dritte Bauabschnitt der Umgehungsstraße so zügig fertig wurde. Es bleibt zu hoffen, dass auch der letzte und vierte Bauabschnitt - von der BAB A40 Auffahrt nach Essen/Abfahrt aus Duisburg bis zur Denkhauser Höfe - genau so zügig vorwärts geht, damit im nächsten Jahr der gesamte Verkehr wieder zügig vonstatten geht.

Zum fünften Mal wurde unser Bürgerbaum am Samstag, dem 24. April 2004 in Dümpten aufgestellt.

Morgens um 10:00 Uhr trafen sich daher Vorstandsmitglieder des Dümptener Bürgervereins sowie Mitglieder unserer Dümptener Vereine, um den neuen Baum, der von unserem Vorstandsmitglied Norbert Kröhan gestiftet worden war, mit den Vereinsemblemen zu bestücken. Etliche Vorbereitungen mussten getroffen werden, damit unsere Gäste ab 14:00 Uhr bewirtet werden konnten.

In der Katholischen St. Barbara Kirche wurde dann ab 12:30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten. Dieser Gottesdienst wurde vom Diakon Herrn Reinhard Sprafke, Herrn Kaplan Thomas Pulger und Herrn Pastor Martin Langenberg durchgeführt.

Hier nun die Andacht des Herrn Pastor Langenberg:

"Liebe Dümptener Bürgerinnen und Bürger! Liebe Geschwister im Glauben an unseren Herrn Jesus Christus!

Wir sind hier zusammengekommen um Gottesdienst zu feiern.

Anlass dafür ist ein Baum. Genauer: ein Bürgerbaum, der nachher gegenüber der Evangelischen Kirche an der Oberheidstraße aufgestellt werden soll. "Der Bürgerbaum soll das Wir-Gefühl stärken!", so gaben Sie mir, Herr Hübner, am Telefon zu verstehen.

Dieses künstliche Symbol soll als Zeichen dienen, das ausdrückt: "Wir hier in Dümpten, wir gehören zusammen!"

Es ist also quasi nachher eine "weltliche Zeichenhandlung" geplant, und als Auftakt dazu feiern wir nun miteinander einen ökumenischen Gottesdienst im Namen des dreieinigen Gottes...

Was bedeutet dieses Symbol Baum eigentlich?

Es kann kein Zufall sein, dass gerade ein Baum ein Symbol für diese übergreifende Gemeinschaft, dieses "Wir-Gefühl" sein soll!

Wohl dem, der Lust hat am Gesetz des Herrn...

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit... (heißt es in Psalm 1)!

Der Mensch ist wie ein Baum.... In vielen Liedern, in Gedichten, Fabeln und Geschichten, in Gleichnissen und Bildern wird der Mensch mit einem Baum verglichen; ja manchmal sogar identifiziert: "Der gute Baum bringt gute Frucht und der schlechte faule!", sagt Jesus und meint damit den Menschen.

Und auch ein türkischer Dichter unserer Tage hat mithilfe des Baummotivs sein Ideal vom Menschen in Worte gefasst: Leben - frei und einsam wie ein Baum - und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Hoffnung...

Das heißt doch: Es kommt einerseits darauf an, unsere Einmaligkeit und Individualität zu bewahren, unser Selbstbestimmungsrecht und unsere Freiheit! Dies drückt sich im Symbol des einzelnen Baumes aus, der fest gegründet und Zeiten überdauernd auf eigenem Beine steht... Es kommt andererseits aber auch auf Gemeinschaftsfähigkeit an, auf Solidarität und Geschwisterlichkeit, wunderschön nachzuvollziehen im Bild des Waldes...

In der antiken Welt galt der Baum als das Hauptsymbol der Fruchtbarkeit und als geheimnisvolle Quelle des Lebens: Große uralte Bäume konnten den Menschen häufig als Tempel dienen, wo ihnen das "Heilige" nahe kam und religiöse Gefühle sich ganz von alleine einstellten.

Wenn man die ganze Bibel einmal durchgeht und nur nachschaut, welche Arten von Bäumen in den zahllosen Texten und Geschichten vorkommen, findet man kaum ein Ende: Von der Pistazie, dem Mandel- und dem Nussbaum über den Johannesbrotbaum und den Maulbeerbaum, die Palme, die Zypresse geht es weiter zu den bei uns häufiger vorkommenden Gewächsen wie der Apfelbaum, die Weide, die Eiche, das Ebenholz und die Pappel; aber auch Akazie, Zeder, Platane und Ginsterstrauch werden genannt; Granatapfel, Feigenbaum und schließlich der Ölbaum, der die Oliven liefert, bringen Früchte, die das Leben lebenswert machen und kommen bei uns und in unseren Breiten schon wieder seltener vor...

Interessanterweise werden die Bäume innerhalb der Bibel häufig personifiziert und mit menschlichen Eigenschaften behaftet dargestellt: Sie trinken sich satt, klatschen in die Hände, jubilieren und können wie Menschen erkennen, beneiden, um eine Frau werben oder sich zum König wählen lassen, wie man in den Psalmen und bei den Propheten und Geschichtsbüchern nachlesen kann.

Aber nicht nur der Mensch wird in der Bibel mit dem Baum identifiziert; auch religiöse Ideen wie das Reich Gottes oder das ewige Leben werden mithilfe des Baummotivs symbolisiert: Jesus vergleicht - ganz in der Tradition der Propheten - das Reich Gottes einmal mit einem Senfbaum, der aus dem kleinsten aller Samenkörner entsteht und doch zu einem großen Baum heranreift, in dessen Ästen die Vögel des Himmels nisten (wie eben im Lied "Kleines Senfkorn Hoffnung" gesungen).

Einen Baum pflanzen, das heißt das Leben verantwortlich in die Hand zu nehmen und auf Zukunft zu setzen. So soll der Reformator M. Luther gesagt und bekannt haben in Bezug auf das Weltende und das Hereinbrechen des göttlichen Reiches und die Wiederkunft Christi, an deren nahes Bevorstehen viele in seiner Zeit fest glaubten: "Und wenn morgen die Welt unterginge... Ich würde heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen...!"

Das heißt: Wie pessimistisch auch immer wir die Situation in unserer Gesellschaft und die Weltlage einschätzen mögen, es entbindet uns nicht von der Pflicht zu planen, zu handeln und vor allem: gerade auch als Christen Zeichen der Hoffnung zu setzen.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wenn ihr an mir bleibt und ich mit euch verbunden bleibe, dann werdet ihr viel Frucht bringen, so hörten wir eben das Versprechen Jesu in der Lesung...

In Verbundenheit mit IHM –-da entstehen all diese guten Ideale wie von selbst; sie wachsen aus dem Geist Christi: Solidarität und Geschwisterlichkeit, Frieden und kreative Ideen, wie ein Stadtteil zum Wohle aller verändert werden kann, Achtung auch von Gruppen, die wenig oder keine Lobby haben, Integration von sozialen Außenseitern und vor allem so etwas wie Hoffnung, eine Richtung, ein Ziel und ein Sinn. Für Christen ist dieser Christus Jesus der Baum des Lebens, den Gott uns hier und heute schenkt, dass wir von seinen Früchten genießen, in seinem Geist Frucht bringen ...

Und unser ganzes Leben ist ein Baum gepflanzt an Wasserbächen, wo wir auf diesen Jesus hören, ihm vertrauen...

Unser Leben mit seinen Wurzeln in der Tradition unserer Vorfahren, in der Religion, in der Zuwendung und der Geborgenheit unseres Elternhauses... Unser Leben mit dem aufwachsenden und sich stetig verbreiternden Stamm, den vielen Ringen und Jahren, die uns umkreisten... Unser Leben mit seinen unzähligen Verästelungen, Zweigen und Abzweigungen, Wegen die gelungen sind und solchen, die im Sturm der Zeit abbrachen und nicht weiterleben durften... Unser Leben mit dem Wechsel von grünen, bunten und verwelkten Blättern, die uns schützten, mit denen wir uns schmückten und - mit den kahlen Tagen, die uns trostlos erschienen wie ein entlaubter kahler Baum... Unser Leben mit den Früchten, die wir brachten, die uns gelangen und uns geschenkt wurden... Es ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen (heißt es im Psalm)

Aber gemeinsam ist unser Leben so etwas wie ein Wald. Ein Wald von Ideen und Träumen, von unterschiedlichsten Düften und Stimmungen, Gesetzen und Erfahrungen, Lebensläufen und Beziehungen. Ein Wald – brüderlicher und schwesterlicher Bäume, Menschen, die ein Bewusstsein für das Menschsein in sich tragen – das ist immer noch eine Utopie!

Und wenn heute dieses künstliche Symbol "Bürgerbaum" gegenüber der Evangelischen Kirche in Dümpten aufgestellt wird und wenn wir aus diesem Anlass heraus hier in der Katholischen Kirche Sankt Barbara einen ökumenischen Gottesdienst feiern, dann ist das zunächst nur ein kleines Zeichen auf dem langen Weg zum Frieden und zu dieser Utopie, die in der Bibel "Reich Gottes" genannt wird.

Machen wir uns doch klar. Dieser eine Bürgerbaum, mit seinen etwa 12 Schildern und Vereinsnamen drauf, das ist ein Baum unter vielen anderen Bürgerbäumen und Zeichenhandlungen im Wald der Geschwisterlichkeit der ganzen Menschheit. Mit Christus verbunden, mit dem biblischen Baum des Lebens verbunden, da wächst und gedeiht dieser große und schöne Wald, der in dem Gedicht des türkischen Dichters angedeutet ist.

Mit Christus verbunden werden wir heute schon Früchte wachsen lassen, die aufblühen, nicht vergehen und Bestand haben werden im Reich Gottes. Amen."

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Dümptener Bürgerinnen und Dümptener Bürger mit ihren Gästen auf der Freifläche Denkhauser Höfe/Oberheid-straße, um das "Einstielen des Baumes" mitzuerleben.

Unser Vorstandsmitglied Rudi Peter hatte wieder alles im Griff, sodass mit Hilfe des Treckers vom Bauernhof in der Beeck und vielen fleißigen Helfern der Baum um 14:15 Uhr auf seinem angestammten Platz aufrecht stand.

In seiner kleinen Ansprache begrüßte der Bezirksvorsteher der BV 2 Herr Knut Binnewerg die Anwesenden, überbrachte Grüße der Stadt und machte darauf aufmerksam, wie wichtig eine solche Veranstaltung für den Zusammenhalt der Gemeinschaft ist.

Im Anschluss daran wurde dem Diakon der Katholischen Kirchengemeinde St. Barbara Herrn Reinhard Sprafke und dem Pastor der Evangelischen Kirchengemeinde Dümpten Herrn Martin Langenberg vom Vorstand des Dümptener Bürgervereins jeweils ein Scheck in Höhe von je 250,00 Euro für ihre Jugendarbeit übergeben.

Mit dieser finanziellen Unterstützung wurde ein Beschluss des Vorstands des Dümptener Bürgervereins umgesetzt, auch zukünftige Jugendarbeit in unserem Stadtteil weiterhin zu unterstützen.

Danach wurde unter Berücksichtigung des leiblichen Wohles der fast 150 anwesenden Personen noch bis ca. 16:00 Uhr bei herrlichstem Wetter gefeiert. Noch erwähnt werden sollte, dass politische Mandatsträger, wie Andreas Schmidt MdB, die Ratsfrau Helga Künzel mit dem Ratsherrn Dieter Spliethoff und aus der Bezirksvertetung Frau Petra Seidemann anwesend waren. Nicht unerwähnt möchten wir an dieser Stelle die Anwesenheit der Mülheimer Presse lassen.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Siedlergemeinschaft "Eigene Scholle" für die gute Beköstigung sowie an alle helfenden Mitglieder aus den Dümptener Vereinen, der WIK und natürlich den "Randenbergern".

Dank auch an die Firma Schmitter - als Getränkelieferant - sowie an die Eheleute Medenblik für die Bereitstellung von Wasser und Strom.

Bleibt letztendlich zu hoffen, dass der Bürgerbaum in Dümpten jedes Jahr seinen Platz in unserer Mitte findet, damit das "Wir-Gefühl" in unserem schönen Stadtteil Dümpten weiter bestehen bleibt und noch ausgebaut wird.

Am 26. April fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt, erstmals im Vereinsheim von TV Einigkeit 06, Wenderfeld.

Vorab einen herzlichen Dank an die Vereinsführung für die gewährte Gastfreundschaft.

Bei gutem Wetter kamen ca. 60 Dümptenerinnen und Dümptener, um den Worten des großen Vorsitzenden Dirk-Holger Hübner zu lauschen.

Irgendjemand hat mal gesagt, die Beteiligung an dieser Veranstaltung sei wetterabhängig.

Wenn ich mich so recht erinnere, sind die Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren in etwa gleich geblieben, egal ob Regen oder Sonnenschein.

Der Vorsitzende berichtete über die Tätigkeiten des Vereins im abgelaufenen Jahr:

Teilnahme von Vorstandsmitgliedern bei Empfängen der Stadt und der Parteien, bei Sitzungen des Rates der Stadt Mülheim, der Bezirksvertretung 2 sowie an öffentlichen Diskussionen mit Vertretern der Stadt und der im Rat vertretenen Parteien.

Auch im Vorfeld der letztjährigen Oberbürgermeisterwahl wurden mit allen Kandidaten Probleme unseres Stadtteils erörtert. Vereins- und Kirchenfeste, das Fest der Kleingärtner vom Randenbergfeld (bei übrigens brüllender Hitze) waren Termine, die die Vorstandsmitglieder wahrnahmen.

Altbekannte Themen kamen auch wieder auf's Tapet: Der zufriedenstellende Weiterbau der Entlastungsstraße, die Besichtigung der MEG im Februar und deren Verlagerung im Laufe des Jahres, das Uraltthema "Lärmschutzwall an der A40" und die Entwicklung des Gewerbegebietes und des Fachmarktzentrums am Heifeskamp.

Der Kassenbericht unseres Schatzmeisters Carsten Schmidt fiel zufriedenstellend aus, wie auch die Buchführung des Vereins bei den beiden Kassenprüfern Frau Seidemann-Matschulla und Herrn Tittgen keine Beanstandungen verursachten.

Den Vortrag über die innere Sicherheit in NRW und die Polizeiarbeit hielt Herr Heinz Sprenger, der dankenswerterweise kurzfristig für seinen verhinderten Kollegen W. Albishausen (Bund Deutscher Kriminalbeamter) einsprang.

Alles in allem eine runde Veranstaltung und aus Sicht des Schriftführers ein ruhiger Abend, da Meldungen zum Tagesordnungspunkt 11 (Verschiedenes) ausblieben.

Bis zum nächsten Mal, und bleiben Sie dem Dümptener Bürgerverein weiterhin gewogen (spricht der Vorsitzende).

Hartmut Kraatz

Am 08. Januar trafen sich die Vorstandsmitglieder des "Dümptener Bürgervereins" und der Werbegemeinschaft "WIK", um eben diese Frage zu diskutieren.

Es standen 3 Vorschläge zur Debatte, das Fest durchzuführen:

1. das Sommerfest wie bisher jährlich zu veranstalten,
2. einen 2-jährigen Rhythmus einzuführen oder
3. wie bisher, im jährlichen Wechsel mit einer "abgespeckten" Version.

Ausgelöst wurden diese Überlegungen durch die, wenn auch subjektive Empfindung aller, dass im letzten Jahr die Besucherzahl geringer war als in den Jahren davor und damit bei einigen Vorstandsmitgliedern die Befürchtung einhergeht, das Fest könne sich bereits überholt haben und, um dem entgegenzuwirken, einen 2-jährigen Rhythmus einzuführen.

Außer Frage stand, dass die Werbewirksamkeit des Sommerfestes bei der schon traditionellen jährlichen "Wiederkehrzeit" erheblich größer ist und man besser nichts verändern sollte.

Die Meinung der Vorstandsmitglieder war, wie es besser nicht hätte sein können, "Fifty Fifty".

Da aber der Vorschlag, das Fest wie bisher im jährlichen Wechsel mit einer "abgespeckten" Version zu veranstalten, noch zur Debatte stand, einigten sich alle Beteiligten nach längerer Diskussion auf diesen Vorschlag und auch darauf, das Sommerfest zumindest in diesem Jahr als Kurzveranstaltung durchzuführen, zumal die Planungen für 2004 auch recht spät begonnen hatten.

Man einigte sich also darauf, "lediglich" Essen, Trinken und Musik anzubieten.

Es treten wieder Dümptener Vereine auf, das Kinderkarussell ist da und der Eiswagen (wegen des zu erwartenden schönen Wetters) auch.

Nach einigem Hin und Her entschloss man sich dazu, die Veranstaltung im Zeitraum 15 Uhr bis 22 Uhr durchzuführen.

Auf Grund verschiedener im letzten Jahr eingegangener Beschwerden wird eine Verlängerung über 22 Uhr hinaus sehr wahrscheinlich nicht genehmigt werden.

Nicht vergessen werden sollte auch die finanzielle Seite des Sommerfestes. Wir hatten auf Grund des schönen Wetters bei allen Festen der letzten Jahre keine Probleme und, nicht zuletzt dadurch, einen Überschuss auf dem Konto des Festausschusses erwirtschaftet.

Falls, das wünschen wir uns natürlich nicht, das Sommerfest 2004 auf Grund der Witterung ein totaler Flop werden sollte, können die erwarteten Unkosten mit den vorhandenen Geldern abgedeckt werden. Das geht aber nur, wenn das Fest, wie letztlich auch beschlossen, in der "verschlankten" Form stattfindet.

Ich denke, das ist von jedermann nachzuvollziehen.

Also denn:

Bis zum 12. Juni 2004 ab 15:00 Uhr auf dem Schulhof der Gemeinschaftshauptschule an der Borbecker Straße.

Hartmut Kraatz

Ein schöner Wandertag am 18. April 2004.

Tour: Von "Mutter Wehner" in Oer-Erkenschwick nach Flaesheim und zurück.

Laufzeit: ca. 4 Stunden und 20 Minuten bei einer Länge von insgesamt 19,5 km.

Um 9.00 Uhr trafen sich 11 Wanderer an der ev. Kirche an der Oberheidstraße. Diese Wanderung bedurfte der Autoanfahrt. Willi, Günter und Fritz durften die 11 Wanderer fahren. Kurz nach 10.00 Uhr trafen wir nach einer Autobahnumleitung auf dem Parkplatz des Ausflugslokals "Mutter Wehner" in der Nähe von Oer-Erkenschwick ein.

Hier konnte unsere Wanderung beginnen. Auf dem Wanderweg X 10 erreichten wir den Ort Flaesheim.

Die "Hardt" ist ein tolles Wandergebiet, die Wege sind sehr gut und vor allem die Landschaft ist wunderschön. Dieser weiche Waldboden ist einmalig, man läuft fast wie auf einem weichen Teppich.

Am Dachsberg lag schon das Holz parat, welches der dort ansässige Köhler nächste Woche zu einem Meiler aufschichtet. Am 2. Mai ist dort dann ein Köhlerfest, mit Köhler-Getränken und Speisen.

Diese Termine müsste man im voraus wissen, dann könnte die Wanderung an einem solchen Tag durchgeführt werden! Jedoch wie wird dann der Rückweg vonstatten gehen? Ein Schelm sei, wer Schlechtes dabei denkt!

Nun aber weiter zu unserer Wanderung.

Gegen 12.00 Uhr trafen wir in dem Restaurant "Tüshaus" in Flaesheim ein. Hier wollten wir unsere Mittagsrast verbringen. Das Essen war sehr gut und schmackhaft.

Nach dem Essen erfolgte noch ein kurzer Fototermin für die Zeitschrift "Unser Dümpten".

Anschließend wanderten wir weiter, zunächst ging es durch eine Wohngegend von Flaesheim wieder Richtung "Mutter Wehner", wo wir unsere Autos geparkt hatten. Nachdem wir ca. 2 Stunden gewandert waren, erreichten wir glücklich aber auch etwas müde unsere geparkten Autos.

Wir waren alle sehr zufrieden, dass wir diese Wanderung geschafft hatten. Das Wetter war auch sehr zufriedenstellend, nicht zu warm, kein Regen, also optimal. So schön dürfte es immer sein!

Wanderführer Fritz Frings