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14 Feb 2019
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Auf Einladung des Vereinsvorstandes berichtete der MEG-Geschäftsführer Volker Broekmans auf der diesjährigen Mitgliederversammlung über aktuelle Entwicklungen bei der MEG. Vor allem verkündete Broekmans den offiziellen Termin des Umzugs seiner Gesellschaft, die den Heifeskamp und damit Dümpten in Richtung Pilgerstraße (ehemaliges Mannesmanngelände in Styrum) verlässt:

"Ab dem 19.5.2003 starten Recyclinghof, Fuhrpark und Verwaltung sowie die neue Vergärungsanlage für Bio- und Speiseabfälle der MEG auf dem neuen Gelände auf der Pilgerstraße 25. Das Sonderabfallzwischenlager wird in 2004 folgen." Genehmigungsanträge zum Neubau eines Sonderabfallzwischenlagers auf der Pilgerstraße seien gestellt und würden zur Zeit noch von der Bezirksregierung in Düsseldorf geprüft. "Wir gehen davon aus, dass die Genehmigung noch in diesem Jahr erteilt wird, so dass mit dem Bau des Zwischenlagers voraussichtlich Ende 2003 begonnen werden kann", so Broekmans.

Nicht unerheblichen Druck auf den vollständigen Freizug des MEG-Geländes am Heifeskamp wird von der Stadt Mülheim ausgeübt. Die will das Areal gerne in einer Tranche zusammen mit dem Gelände des Eigenbetriebs Kanal noch in 2003 vermarkten.

Mehr Technik, mehr Service

Auf die Vorzüge des neuen Standortes angesprochen verwies Broekmans vor allem auf die Gestaltung des neuen Recyclinghofs: "Unser neuer Recyclinghof ist großzügig gestaltet und ermöglicht endlich eine rasche Abwicklung von Anlieferungen auch an Großkampftagen. Sie können mit dem Auto bis auf eine Rampe fahren, von der aus Abfälle oder Sperrmüll direkt aus dem Kofferraum bequem in darunter stehende Großbehälter entsorgt werden können. Damit haben wir uns, was den Stand der Technik und Service betrifft, im Vergleich zum Heifeskamp immens verbessert."

Mehr Service soll es auch in Sachen Beratung geben. Ab 19.5.2003 wird von der MEG nicht nur im Infozentrum auf Schlossstraße, sondern auch im Verwaltungsgebäude auf dem SZE zum Thema Abfall und Straßenreinigung beraten.

Herr Broekmans wagte mit Hinweis auf die Fertigstellung der Vergärungsanlage aber auch noch den Blick in die etwas fernere Zukunft: "Wenn wir in Mülheim schon eine Verwertungsanlage haben, die es mit nahezu allen biologischen Abfällen aufnimmt, dann muss erstens jeder Mülheimer Haushalt eine Biotonne haben und darin zweitens auch wirklich sämtliche Bioabfälle, von der Zwiebelschale bis hin zum Kotelettknochen, hineingeben dürfen", forderte Broekmans die Anpassung der Mülheimer Abfallsatzung hinsichtlich der flächendeckenden Einführung der Biotonne und deren Ausbau zur einer sogenannten Biotonne nach Kochtopf.

Hier werde die MEG das Gespräch mit Politik und Verwaltung suchen, um die Satzung anzupassen.

Ein Blick nach vorne ...

Schöner Nebeneffekt einer solchen Satzungsänderung: Mülheim könnte den Anteil der verwerteten Abfälle in der kommunalen Abfallbilanz deutlich nach oben fahren. Denn nach Broekmans' Angaben schlummert in den grauen Restmüllbehältern ein Organikanteil von rund 30 Prozent. Das würde bedeuten, die flächendeckende Einführung einer sog. Biotonnen nach Kochtopf vorausgesetzt, dass rund 30 Prozent weniger Restmüll zum Müllheizkraftwerk Karnap transportiert und anschließend dort verbrannt werden müsste. Und in noch einem weiteren Punkt will die MEG die Sammellogistik modifizieren. Denn angesichts gestiegener Dieselpreise und in Folge des jüngsten Tarifabschlusses kostet die MEG der laufende Sammelkilometer der Müllfahrzeuge heute bereits rund 10 Prozent mehr als noch in 2002. Um hier wieder eine auskömmlichere Situation herzustellen wird die MEG mit Bezug des neuen Geländes den eingesammelten Restmüll in einer eigens dafür vorgesehen Halle in Großraumcontainer umschlagen, die mit Sattelaufliegern zum Müllheizkraftwerk-Karnap transportiert werden. "Künftig wird also keine einzige Fahrzeugbesatzung mehr mit ihrem Sammelfahrzeug im Müllheizkraftwerk anliefern. Von dieser Maßnahme erhoffen wir uns eine spürbare Optimierung der gesamten Logistik", so Broekmans. Dadurch freiwerdende Kapazitäten im Fuhrpark könnten nach Ansicht des MEG-Geschäftsführers zur Erledigung von logistischen Aufgaben eingesetzt werden, die bislang an externe Unternehmen vergeben wurden.

... und ein Blick zurück

Aber nicht nur die Zukunft wurde beleuchtet. Broekmans bezog auch Stellung zur erstmalig im Januar 2003 erfolgten Versendung von rund 30.000 Gebührenbescheiden für die Bereiche Abfall und Straßenreinigung. "Im Gegensatz zu früheren Zeiten waren die meisten Bescheide, was die berechneten Leistungen betraf, korrekt." Broekmans auf der Mitgliederversammlung: "Hier zahlte sich aus, dass mit der MEG endlich derjenige, der Müllabfuhr und Straßenreinigung tagtäglich durchführt auch die Abrechnung vornimmt. Meine Geschäftsführungskollegin Frau Semmler und ich können ein Stück weit stolz auf die Leistung unserer Mitarbeiter sein." Probleme auf Seiten der MEG wurden vom MEG-Geschäftsführer jedoch bei der Nutzung der Stadt Mülheim pauschal erteilten Einzugsermächtigungen eingeräumt, was bei rund 5.000 Fällen vorgekommen sei. Hier arbeite die MEG jedoch gemeinsam mit der Stadtverwaltung an einer Lösung. Broekmans beendete seinen Vortrag mit dem Hinweis: "Niemandem, der zwar der Stadt MH eine Einzugsermächtigung erteilt hatte, welche wir jedoch aus den verschiedensten Gründen nicht nutzen konnten, werden auf Grund dieser Tatsache Mahngebühren oder Säumniszuschläge berechnet, wenn er uns denn umgehend zum Einzug ermächtigt hat."