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Die Fragen wurden beantwortet von

Frank Hinterlandt

Landesbetrieb Straßenbau NRW
Regionalniederlassung Ruhr, Haus Essen
-Projektleiter Planung-

1.    Werden die Brücken
            A 40 – Brücke Mellinghoferstraße,
            Fußgängerbrücke Randenbergsfeld,
            Fußgängerbrücke zur Kappenstraße
            Straßenbrücke Aktienstraße
erneuert?


Die Bauwerke Mellinghofer Straße und die Aktienstraße werden abgebrochen und durch ein neues dem aktuellen Stand der Technik entsprechendes Bauwerk ersetzt.
Die beiden Geh-/ Radwegbrücken, Randenbergsfeld (Sellerbeckbrücke) und Kappenstraße werden nicht ersetzt und bleiben erhalten.

2.   Zwischen Mellinghofer Straße und Aktienstraße bestehen in Fahrtrichtung Essen bereits 3 Spuren. Allerdings fehlt ein Standstreifen. Ist hier, auf der Südseite der A 40, außer Lärmschutz noch ein Ausbau vorgesehen?  Wird in diesem Abschnitt die A 40 möglicherweise nur auf der Nordseite in Fahrtrichtung Duisburg um eine Fahrspur von 3,25 Meter Breite plus Lärmschutzwand (Platzbedarf rd. 2 m?) verbreitert?

Die Fahrbahnbreiten werden gemäß des Regelquerschnitts RQ 36  umgesetzt. Hierfür müssen beide Seiten verbreitert werden. Im Süden entsprechend weniger.

 3.     Ist beabsichtigt, den Lärmschutzwall vor der Kleingartenanlage Randenbergsfeld durch eine Lärmschutzwand zu ersetzen?

Der Lärmschutzwall vor der Kleingartenanlage Randenbergsfeld wird erhalten bleiben. Es wird voraussichtlich noch eine Lärmschutzwand oben drauf ergänzt.
 
4.    Ist für die Fahrbahn einen OPA-Belag neuester Bauart vorgesehen?

Derzeit gehen wir davon aus, dass wieder lärmmindernder Asphalt zum Einsatz kommt. Dann natürlich die aktuelle Bauart. Auch diese Lärmschutzmaßnahme (lärmmindernder Asphalt) muss vorher lärmtechnisch mit untersucht werden.
 
5.    Ist mit Lärmschutzwänden über 5 m Höhe zu rechnen?

Um einen ausreichenden Schutz  im Sinne der gesetzlichen Grenzwerte zu erreichen, kann es an einigen Stellen im Projekt Lärmschutz geben, der eine Höhe von 8-9m über Fahrbahnrand erreichen wird.
 
6.    Lärmschutzwälle sind hoffentlich nicht in den Überlegungen.

Da wir hier noch am Anfang der Planung sind, kann zum endgültigen Aussehen der Lärmschutzanlagen noch keine Aussage getroffen werden. Bei entsprechenden Platzverhältnissen wären auch Wälle denkbar.
 
7.    Ist mit dem Einleiten des Planfeststellungsverfahrens 2019 zu rechnen?

Derzeit ist keine Verzögerung und damit verbundene Verschiebung der Planungszeiträume bekannt.
 
8.    Ist ohne verzögernde Einwände ein Baubeginn 2022 realistisch?

Aktuell wird mit einem Baubeginn für 2022 geplant.
Die während der Planfeststellung auftretenden Einwände und evtl. verzögernden Klagen sind aus heutiger Sicht nicht abschätzbar.
 
Die Planung und das Planfeststellungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Mir ist klar, dass mit Änderungen im Verfahrensablauf immer zu rechnen ist.
Einige Anmerkungen zur „Gemütslage“  der durch Immissionen betroffenen Bevölkerung:

Den Dümptener Bürgern und Bürgerinnen geht es in diesem mittleren Abschnitt vor allem um eine Verringerung der Lärmbelastung, die trotz OPA-Belag noch erheblich ist. Es geht aber auch um Schutz vor Staub und toxischen Abgasen. Bereits seit dem Bau der A 430/40 kämpfen die Anwohner um mehr Schutz vor diesen Emissionen.
Vielleicht hat in diesem Bereich eine topografische Besonderheit Einfluss auf die Immissionen. Die A 40 verläuft von West nach Ost. Viele Häuser in Oberdümpten liegen am westlichen Hang eines  in die Ruhrniederung um bis zu 60 m abfallenden Höhenrückens. Bei vorherrschenden Südwestwinden „schiebt“ dieser Lärm und Abgase regelrecht gegen diesen Hang.

Danke für den Hinweis. Im Rahmen der Schadstoffuntersuchung durch eine Gutachterfirma werden auch Topographie und Windrichtungsverteilung mit berücksichtigt.

Aus Sicht des Dümptener Bürgervereins e.V. könnte dieser 2. Bauabschnitt, bei optimalem Lärmschutz, relativ zügig Ausführungsreife erlangen und damit gebaut werden.

Die zeitnahe Umsetzung der jeweiligen Bauabschnitte ist auch in unserem Interesse. Leider ist nicht abzusehen, wie die Planungs- und im Planfeststellungsverfahren in Zukunft laufen.

Ein grundsätzliches Problem der A 40 bleibt. Es besteht darin, dass aus Sicht vieler Bürger diese die Ruhrstädte verbindende Autobahn nicht zu einer Durchgangsautobahn für den LKW- Verkehr in Ost-West-Richtung und umgekehrt werden darf. Dieser Verkehr sollte um das Ruhrgebiet über die A 3/A 2 geleitet werden. Über eine entsprechend hohe Maut für den Durchgangsverkehr wäre das doch steuerbar. Wer z.B. innerhalb von 12 Stunden das Ruhrgebiet durchquert, der zahlt entsprechend mehr, so dass sich die "Umfahrung " für ihn rechnet.

Eine Steuerung der Verkehrsströme über die Maut ist sehr schwer möglich. Zuständig hier wäre die Bundesregierung. Diese regelt mit dem Autobahnmautgesetz die Höhe der Mautgebühr durch Rechtsverordnungen.

Über eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung sollte ebenfalls nachgedacht werden.                                                               

Geschwindigkeitsbeschränkungen werden von den Straßenverkehrsbehörden angeordnet, nicht vom Straßenbaulastträger. Darüber hinaus gilt auf der A 40 ein dauerhaftes Tempolimit (aufgrund der Linienführung und der Anschlussstellendichte) und wird voraussichtlich nach dem Ausbau wieder gelten.