Unser Bürgerbaum  

   

Folgen Sie uns auch auf
Facebook

   

Der Weg durch das Naherholungsgebiet zwischen der Kleingartenanlage Randenbergsfeld und der Sellerbeckbrücke ist wieder so hergerichtet, wie wohl viele Spaziergänger es sich seit langem gewünscht haben. Hoffentlich bleibt dieser Zustand über viele Jahre erhalten. Vielen Dank an alle, die am Gelingen beteiligt waren.

Erstmals 2011 schrieb der Dümptener Bürgerverein an das Amt für Grünflächenmanagement, es möge doch bitte dafür sorgen, dass dieser Weg gefahrlos begangen werden kann. Die Bitte des Bürgervereins fand auf ganzer Linie die Unterstützung der Bezirksvertretung 2. Dies war die Voraussetzung, um das Vorhaben auf der Prioritätenliste des Amtes ganz nach oben zu rücken. Nach Bereitstellung der Haushaltsmittel 2013 erfolgte die Ausschreibung der Arbeiten. Im März 2014 begann die Firma Berg aus Mülheim, den zerstörten oberen Belag abzutragen. Pflasterarbeiten folgten. Danach trat Stillstand ein. Bis April wartete die niederländische Firma Koers, um dann aber innerhalb weniger Tage die Deckschicht technisch perfekt einzubauen. Gutes, gesichert frostfreies Wetter war dafür Voraussetzung gewesen. Für die bautechnisch interessierten einige Informationen:

In Strecken mit Gefälle wurde der Weg gepflastert, um Auswaschungen durch abfließendes Regenwasser vorzubeugen. Ebene Strecken erhielten eine wassergebundene Decke relativ neuer Bauart, deren Materialzusammensetzung sich in den Niederlanden bewährt hat. Aber auch in Mülheim wurde dieses Material bereits erfolgreich eingesetzt.

Der alte Weg bestand aus Hochofenschlacke. Diese war örtlich zu Platten verklebt. Stolperstellen hatten sich überall gebildet. An vielen Stellen machten grobe, spitze Schlackekörner den Weg schwer begehbar. Diesen zerstörten Belag hatte Firma Berg in einem ersten Schritt abgetragen und als Sondermüll entsorgt. Die darunterliegende Hochofenschlacke konnte als Unterbau bleiben was die Kosten erheblich minderte. Diese Schicht wurde nur mit einer Asphaltfräse aufgerissen,als Planum profiliert und verdichtet. Hierauf brachten die Arbeiter der Firma Koers mit einem Fertiger die neue Deckschicht auf. Eine Walze verdichtete die Schicht auf ca. 10 cm. Da der Unterbau erhalten blieb, kommt der Weg etwas höher zu liegen als die angrenzende Wiese, so dass die Bankette mit Boden angeglichen werden musste.

In der Zusammensetzung des Materials liegt das Geheimnis der neuen Deckschicht. Es ist ein Gemisch   verschiedener, aufeinander abgestimmter, relativ feinkörniger Materialien. Sogar Tonanteile sind enthalten. Die Rezeptur wird nach einer ausgeklügelten Sieblinie in einer Mischanlage kontrolliert vermischt. Der Belag wird so völlig homogen, wasserdurchlässig und ist von hoher Plastizität. Er staubt kaum und lässt weniger Unkraut wachsen als herkömmliche wassergebundene Decken. Klingt gut, wir werden sehen!

Insgesamt waren 460 qm Pflaster und 1320 qm wassergebundene Decke zu verlegen. Hinzu kamen 1.300 qm Bankette sowie Nebenarbeiten. Die Gesamtkosten betragen ca. 90.000,- € incl. MwSt.