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Der Dümptener Bürgerverein beteiligt sich am Netzwerk der Generationen. Auf der letzten Sitzung des Netzwerkes, am 8. Juli 2014,  kam die Schließung des Drogeriemarktes Rossmann an der Oberheidstraße zur Sprache. Die Teilnehmer waren sich über die katastrophalen Auswirkungen dieses Schrittes für Oberdümpten einig und beschlossen, ihre Enttäuschung öffentlich zu machen. Lesen sie die darüber verfasste  Pressemitteilung, an der auch der Bürgerverein mitwirkte.

 

Pressetext

 

Schließung der Rossmann-Filiale in Oberdümpten verursacht
Enttäuschung und Kritik im Netzwerk der Generationen.

 

Seit kurzem ist bekannt: Rossmann schließt seine Drogeriemarkt-Filiale an der Oberheidstraße. In Dümpten sind die Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Arbeitsgruppe des Netzwerkes der Generationen regelmäßig treffen über diese „unternehmerische Entscheidung“ tief enttäuscht. Als sich auf Initiative der Stadt Mülheim an der Ruhr das Netzwerk der Generationen 2009 gründete, begann dies alles mit der Frage: „Wie möchten Sie, dass Ihr Stadtteil in 5, 10 und 15 Jahren aussieht?“ Ein wesentliches Thema seinerzeit war bereits die Nahversorgung im Stadtteil. Keine und keiner der Bürgerinnen und Bürger hätte sich seinerzeit gedacht, sei es in Dümpten oder in der Stadtmitte, dass in einer Stadt, in der fast 30 % der Menschen älter als 60 Jahre sind, die lokale Versorgungsstruktur noch weiter ausgedünnt wird. Den engagierten Mülheimerinnen und Mülheimern fehlt für solche unternehmerische Entscheidungen, sei es in Dümpten die der Firma Rossmann oder in der Stadtmitte, die der (Mülheimer) Firma Tengelmann jedes Verständnis.

Zum Hintergrund:

Da gibt es in Dümpten das kleine „Stadtteilzentrum“, in der Nähe der Ev. Lukaskirchengemeinde, mit zueinander passenden Ankermietern wie EDEKA, Sparkasse und eben diesem Drogeriemarkt, der jetzt geschlossen werden soll. Dieses Zentrum sicherte bislang die Grundversorgung dieses Stadtteils. Ortsnah einkaufen zu können, bedeutet insbesondere für ältere Menschen, aber auch für Menschen, die nicht mit dem Auto unterwegs sind, ein hohes Maß an Lebensqualität. Nicht nur die Mieter der Altenwohnungen an der Schaaphausstraße sind von dieser Entscheidung besonders betroffen.

Von Seiten des Unternehmens hört man, eigentlich sei die Lage gut, aber die Geschäftsfläche sei für die Angebotspalette des Unternehmens zu klein. Die Kaufkraft in Oberdümpten sei durchaus vorhanden. Ebenso heißt es, dass der Drogeriemarkt keine Verluste mache. Warum dann also schließen? Entscheidet allein die Kapitalrendite? Auf der Internetseite des Unternehmens ist zu lesen: „Der ROSSMANN-Konzern hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 mit 6,64 Mrd. Euro Umsatz und einem Wachstum von 11,6 Prozent abgeschlossen. Damit erzielte das Unternehmen bereits im 16. Jahr in Folge eine zweistellige Umsatzentwicklung.“ Rossmann setzt sich für zahlreiche soziale Projekte ein. Dort steht der Satz zu lesen: „Nachhaltigkeit heißt, die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen ernst zu nehmen, ohne kommenden Generationen die Chance auf ein gutes Leben zu nehmen.“ Die Dümptener Netzwerker/innen wünschen sich, dass die Wahrnehmung sozialer Verantwortung bei Rossmann mindestens den gleichen Stellenwert erhält, wie zum Beispiel die Selbstverpflichtung zur Benutzung von Recycling-Papier als Zeichen nachhaltigen Wirtschaftens. Weiter heißt es auf der Webseite des Drogeriemarktes:

„So spielen nachhaltige Kriterien in der Warenbeschaffung, bei Verpackung und Logistik, beim Recycling sowie soziales, faires Handeln und bürgerschaftliches Engagement eine wichtige Rolle.“

Was das bürgerschaftliche Engagement betrifft, bittet das Netzwerk der Generationen darum, diese offene Stellungnahme als freundliche Einladung und als ihren „nachhaltigen“ Diskussionsbeitrag zu verstehen. Bitte – liebe „Ross- und Tengelmänner“ – bleiben Sie dort, wo Ihre Kundinnen und Kunden wohnen!

Die Bürgerinnen und Bürger der AG Dümpten.